Philosophie

 

Im Mittelpunkt steht der Mensch, nicht das Rechtsproblem. Der Fall ist keine Übung im Universitätsseminar, sondern trifft den Mandanten insgesamt, als Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Ehepartner, Deutschen, Ausländer, Geschäftspartner, reich, arm, alt, krank, zuversichtlich, überarbeitet, ausgeruht usw.

 

Das soziale und ökonomische Umfeld muss berücksichtigt werden, denn was nützt es, wenn nach jahrelangem teuren Prozessieren der „Gewinner“ keine Freunde mehr hat, niemand mehr mit ihm zusammen arbeiten möchte, und die Prozess­kos­ten den Streitwert weit übersteigen? Manche Mandanten sind finanziell oder emotional nicht in der Lage, ein langwieriges Verfahren durchzuste­hen.

 

Das kann bedeuten, dass ich einem Mandanten, der „Recht hat“, abraten muss, sein Recht geltend zu machen.

 

Ich bin nicht Rechtsanwalt um des Rechts willen, sondern für meinen Mandanten. Nur wenn seinem Interesse optimal gedient wurde, habe ich meine Aufgabe erfüllt.